Presseberichte

Klinikclowns Thema im Petitionsausschuss, 06.03.16

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Klinikclowns – eigentlich unbezahlbar, aber sie müssen trotzdem finanziert werden. Das ist Thema im Petitionsausschuss des Bundes.
Lüdenscheid - Ein Lächeln kostet nichts. Nur, wenn es zwei ausgebildete Clowns drei Stunden lang auf der Kinderstation schaffen, dass Zimmer für Zimmer heilsame Glückshormone ausgeschüttet werden, dann hat das seinen Preis. Rund 450 Euro, um genau zu sein. Geld, das der Förderverein der Kinderklinik aus Spenden aufbringt und damit seit genau fünf Jahren den Dienstag zum Clownstag werden lässt.
Um dieser Arbeit, die nicht nur in Lüdenscheid konventionelle Behandlung unkonventionell unterstützt, etwas mehr Absicherung zu geben, hat sich der Bundesverband mit einer Petition an den Bundestag gewandt. Jetzt sah sich mit CDU-MdB Christel Voßbeck-Kaiser ein Mitglied des Petitionsausschusses in Hellersen um – Heimspiel für die Abgeordnete aus dem Kreis. „Wir betreuen 23 Einrichtungen“, erfuhr die Altenaerin von Christian Müller-Espey aus der Geschäftsstelle des Vereins Clownsvisite in Wetter. Derzeit werde alles komplett auf Spendenbasis organisiert – was die Arbeit mitunter unregelmäßig und sehr abhängig vom Spendenfluss macht. Denn nicht jede Klinik, auch das betonte er, verfüge über einen so starken Förderverein wie Lüdenscheid. „Wir glauben, dass wir perspektivisch durchaus etwas Förderung vertragen könnten“, sagte er an die Adresse der Bundestagsabgeordneten. Eine Vollfinanzierung sei gar nicht gewollt.
Mit der Petition habe man zudem aufzeigen wollen, welche Finanzierungsmöglichkeiten es etwa in Holland (finanziert die Clowns komplett übers Gesundheitswesen) oder in Leipzig (hier fördert die AOK die Clownsarbeit stark) gebe. „Meine Unterstützung haben Sie“, sicherte die Politikerin zu, nachdem sie eine Clownsvisite miterlebt hatte: „Eine Unterstützung und Teilfinanzierung wäre ja schon eine Hilfestellung.“ Auch Krankenhaus-Geschäftsführer Dr. Günter Peters brach eine Lanze für die Clowns: „Der gesamte Prozess der Heilung wird gefördert.“


Jedes deutsche EM-Tor bringt Spenden für die Uniklinik-Clowns, WAZ 20.05.16

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Die Stiftung Universitätsmedizin Essen organisiert die Aktion für Klinikclowns, die kleine Patienten lachen lassen. Privatleute und Firmen können spenden.
Wenn am 12. Juni die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der EM in Frankreich ins Turnier einsteigt, fiebern nicht nur alle Fans im Land mit. Am Uniklinikum werden dann noch etwas fester die Daumen gedrückt: Denn jedes Tor der Fußballer bringt dem Klinikum bares Geld, das umgehend in die Arbeit der Klinikclowns investiert wird, die schwerkranken Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Die Aktion „Ein Tor, ein Lächeln“ hatte bei der Weltmeisterschaft 2014 Premiere . Auf dem Weg zum Titel erzielte die deutsche Nationalmannschaft 17 Tore. Und im Uniklinikum klingelte vor allem nach dem 7:1 im Halbfinale gegen Brasilien die Kasse. „Ich hatte fast Tränen in den Augen“, erinnert sich Jorit Ness von der Stiftung Universitätsmedizin, die die Aktion organisiert.
Das Verfahren ist denkbar einfach: Privatleute melden sich an und legen Spendenstufen von 2, 9 oder 25 Euro pro Tor fest. Bei angemeldeten Firmen gibt es die Stufen 100, 250 oder 1000 Euro pro EM-Tor der deutschen Nationalmannschaft. Danach heißt es: Daumen drücken für Bundestrainer Joachim Löw und seine Spieler. Bei der WM in Brasilien waren am Ende über 60 .000 Euro für die Klinikclowns des Uniklinikums zusammengekommen.
Hoffen auf rege Beteiligung
In diesen Tagen haben 1500 Unternehmen aus der Region ein Teilnahme-Schreiben bekommen. „Wir hoffen wieder auf rege Beteiligung in der fußballbegeisterten Region“, sagt Joris Nett. Wer mitmacht, unterstützt nicht nur die Clowns, sondern hat auch eine Gewinnchance: Unter allen Teilnehmern werden ein Deutschland-Trikot mit Originalunterschriften der Weltmeister 2014, fünf weitere Deutschland-Trikots sowie 50 Preise von Borussia Dortmund und Schalke 04 verlost.

Informationen und Anmeldung: www.eintor-einlaecheln.de
Thorsten Schabelon


1620 Trostteddys gehen an die Klinikclowns von Clownsvisite e.V.

Bergisches Handelsblatt, 13.05.2016
"Lachen macht gesund!

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Foto: Willnecker, von links 1. stellv. Bürgermeister Willnecker,Klinikclowns,Susanne und Uwe Stumpf

Mehr als 1620 zwei- und mehrbeinige Wesen bevölkerten, den Speisesaal und brachten die Klinikclowns "Frieda", "Lilly" und "Stift" und auch die anwesenden Menschen dazu, regelrecht in Verzückung zu geraten. Auch Herr Josef Willnecker, 1. stellvertretender Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach, war sehr angetan von der Arbeit des Vereins.
Für die Clowns sind "Trostteddy und seine Freunde" Türöffner in manchmal schwierigen Situationen. Für die Kinder sind sie ein Freund, eine lebendig gewordene Geschichte, ein Schmerzwegschnüffler, also mehr als ein Geschenk.
Die KIinikclowns spielten, tanzten, sangen und musizierten für uns und alle anwesenden Menschen. Es war wunderschön.
Auch erschienen Mitglieder aus allen umliegenden Strickkreisen und schenkten uns und dem Verein zum 5jährigen Bestehen ein selbstgemachtes Bild.

Dass solch eine große Übergabe überhaupt möglich war, dafür sorgen über 250 ehrenamtliche Frauen bundesweit.
Bis heute wurden über 45.000 "Trostteddy und seine Freunde" übergeben.
Hier in Bergisch Gladbach sind viele Damen ehrenamtlich für den Verein tätig.
Eine Strickgruppe trifft sich jeden letzten Donnerstag im Monat, zwischen 14 und 16 Uhr, hier im Seniorenheim Margarethenhof.
Eine zweite Strickgruppe trifft sich jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat, zwischen 14 und 16 Uhr, in der Volkshochschule Bergisch Gladbach.
Dort werden dann die selbstgestrickten, -gehäkelten und -genähten Exemplare gezeigt und Tipps für die neuen gegeben. Natürlich kann bei diesen gemütlichen und geselligen Treffen auch weiter gestrickt oder gehäkelt werden.
Für dieses Engagement dankt der Verein ganz herzlichst allen fleißigen Händen der Ehrenamtlerinnen und allen die uns unterstützen. Ohne sie wären solche Aktionen nicht möglich.
Ebenfalls dankt er auch Herrn Josef Willnecker für sein Erscheinen. Der Verein freut sich über die Anerkennung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit durch die Stadt Bergisch Gladbach.

Gesucht werden noch Sponsoren für waschbare Füllwatte.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Vereins www.trostteddy.de oder telefonisch unter 02202/2806444.


„Humor ist heilsam“

WAZ-Lokales Essen Gesundheit, 07.05.2015

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Medina (4) und Clown Flocke kennen sich. Seit eineinhalb Jahren ist das Mädchen auf der Kinderstation. Lachen soll ihr beim Gesundwerden helfen. Foto: Ulrich von Born

Silke Eumann und Philipp Regener wollen als Klinikclowns kranke Kinder zum Lachen bringen. Eine Aufgabe, die sie berührt und an ihre Grenzen bringt. Bisher finanzieren sie ihre Arbeit aus Spenden. Das soll sich ändern.
Clown Flocke hat die Spieluhr rausgeholt und singt: „Heute ist ein schöner Tag. Die Emily darf raus. Die Emily darf raus!“ Silke Eumann, die mit ihrem pinken Kleid, der Blume im Haar und der roten Nase in die Rolle des Clowns Flocke geschlüpft ist, sitzt mitten auf dem Flur der Kinderklinik. Eine Schwester schiebt einen Tropf über den Gang, eine andere kommt mit einer Spritze daher, die nächste holt das Essen ab.
Emily stört das alles nicht. Die Achtjährige schaut gespannt auf Flocke und ihren Clownskollegen Rufus. Der tanzt derweil zur Musik, macht Grimassen, hampelt herum. „Haha, der kann gar nicht tanzen“, sagt Emily, lacht und schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Das an Krebs erkrankte Mädchen darf nach Tagen ihr Zimmer auf der Onkologie-Station verlassen. Sie trägt einen grünen Kittel und ein Mundschutz verdeckt ihr halbes Gesicht. Das breite Grinsen ist darunter trotzdem zu erkennen. „Humor ist eben heilsam“, sagt Silke Eumann (49).
Kinder zum Lachen bringen
Zwei Stunden versucht sie heute zusammen mit ihrem Kollegen Philipp Regener (38) die Jungen und Mädchen in der Unikinderklinik zu amüsieren, sie auf andere Gedanken zu bringen. Ihre auffälligen Verkleidungen machen sie zu „Flocke“ und „Rufus“. Die Zwei sind nicht nur freie Schauspieler, sondern auch Mitglieder des Vereins Clownsvisite. Mit einem kleinen Köfferchen voller Überraschungen ziehen sie von einem Zimmer zum nächsten, singen, tanzen, necken sich, stellen sich dumm. Ihr Ziel: Kinder zum Lachen bringen.

Auf dem Krankenhausflur riecht es nach Desinfektionsmitteln, Schwestern laufen in ihren weißen Kitteln vorbei, Ärzte machen sich auf zur Visite. Typisch Klinik eben. „Flocke“ und „Rufus“ fallen da sofort auf. „Wir sind die Einzigen, die nichts wollen: kein Bett aufschütteln, kein Blut abnehmen, keine Spritze geben, keine schlechten Nachrichten überbringen“, sagt Regener.

Silke Eumann ist schon seit 13 Jahren als Clown in Kliniken unterwegs. Damals war das Kind eines befreundeten Paares an Krebs erkrankt. „Da habe ich mich gefragt, was ich für solche Kinder tun kann.“ Glücksmomente bescheren – das will auch Philipp Regener. Er hat anfangs andere Clowns nur bei der Arbeit begleitet und hatte dann Lust, selbst in die Rolle des „Rufus“ zu schlüpfen.

Bunt, ein bisschen verrückt und mit viel guter Laune kommen die beiden in die Klinik. „Ich mag die Flocke ja lieber“, meint Emily, die längst nicht mehr die Einzige auf dem Flur ist, die sich um die beiden Clowns versammelt hat. Silke Eumann schnappt sich einen Rollstuhl, fährt über den Krankenhausflur und ruft: „Guckt mal, ich habe einen Liegestuhl!“ Philipp Regener hält sich die Hände vor die Augen. „Hey, warum ist es so dunkel? Ich sehe ja nichts“, ruft er in einem weinerlichen Ton. Emily und die anderen Kinder müssen lachen und schütteln den Kopf: „Der ist so eine Nervensäge!“

Nah am Schicksal der Kinder
Bei dem einen Kind ist Flocke der „bessere“ Clown, beim nächsten der Rufus. „Mit einem von uns sollen sich die Kinder immer verbünden. Der andere ist dann dafür da, Verantwortung zu übernehmen. Auch mal zu stoppen, wenn man zu weit geht“, sagt Silke Eumann. Sie nennen das die „Rot-Weiß-Technik.“

Heute soll auch die vierjährige Medina ein bisschen aufgeheitert werden. Schon seit eineinhalb Jahren ist die an Leukämie erkrankte Patientin auf der Station. „Oh, hier gibt’s ja Luftschlangen“, ruft Flocke, als sie sich den Schlauch vom Infusionsbeutel schnappt. Auf ihrem Kopf hat das Mädchen nur einen dünnen Haarpflaum, sie ist klein und zierlich. Dafür ist ihr Lachen umso stärker. Sie sitzt auf ihrer Bettdecke mit dem Elefantenmotiv, lässt ihre Beine baumeln und gluckst laut, als Clown Rufus mal wieder den Trottel gibt. Man merkt: Die drei kennen sich, sie gehen vertraut miteinander um.

Das macht die Arbeit für die Clowns aber nicht unbedingt leichter. „Es ist manchmal schwer, sich von den Schicksalen zu distanzieren. Ich bin einmal zu einer Beerdigung gegangen. Aber das berührt dann doch zu sehr“, sagt Silke Eumann. Auch Clowns können traurig sein.

Julia Bernewasser

„Humor ist heilsam“ - | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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WAZ 19. Feb. 2013

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EV. STIFTUNG - Clowns aus Wetter machen Späße und kämpfen im Quiz, 20.08.2013

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Zauberten ein Lachen in die Gesichter der behinderten Bewohner des Hans-Vietor-Hauses der Ev. Stiftung: die talentierten Spaßmacher von Clownsvisite.Foto: Jürgen Theobald

Vereinsmitglieder von Clownsvisite, der im April bei der Lichtburg ein- und in Wetter sozusagen zugezogen ist, sollen auch Kranken und Behinderten Freude bringen. Etwa im Hans-Vietor-Haus, was am Mittwoch in einem WDR-Quiz zu sehen sein wird.
Wenn statt der Ärzte und Schwestern plötzlich ein Clown am Krankenbett erscheint, dann ist Clownsvisite. Und die soll künftig regelmäßig in Einrichtungen der Evangelischen Stiftung Volmarstein durchgeführt werden.
Die Amerikaner haben vorgemacht, was es seit den 1990er Jahren auch bei uns in Europa gibt: Clowns besuchen regelmäßig Kinder im Krankenhaus. Mehr und mehr engagieren sich die Spaßmacher aber auch für alte und behinderte Menschen. Denn: Lachen hilft! Es stärkt das Immunsystem und setzt glücksbringende Endorphine im Körper frei. Deswegen haben kranke Kinder und alte und behinderte Menschen die allerbesten Clowns verdient.
Daher sind die lustigen Leute des Vereins Clownsvisite, der im April bei der Lichtburg ein- und in Wetter sozusagen zugezogen ist, auch speziell geschult. Sie verbinden Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe und menschliche Reife mit handwerklichem „clownischen“ Können und künstlerischem Talent. Ein intensives Bewerbungsverfahren, regelmäßige Weiterbildungen und Trainingseinheiten garantieren die hohe Qualität der Spaßmacher.

Drehs am See und Freibad
Ein Reportageteam des WDR hat kürzlich die Klinikclowns „Stift“ und „Anto“ bei ihrem ersten Einsatz im Hans-Vietor-Haus der Evangelischen Stiftung begleitet. Dort wollen die Unterhaltungskünstler alle 14 Tage oder sogar wöchentlich auftreten und auch persönlich in die Zimmer von Bewohnern gehen. Darüber hinaus bauten die Fernsehleute ihre Kameras aber auch am See und am Freibad auf.
Aus allen Szenen zusammen wurde ein 90-Sekunden-Einspieler für eine Folge des WDR-Sommerquiz’ „Alles auf einen Deckel“, das derzeit im Dritten mittwochs um 20.15 Uhr gesendet wird. Dabei will ARD-Moderator Matthias Opdenhövel (Sportschau) eine Dreiviertelstunde lang für Biergartengefühle sorgen. In den Spielrunden unter freiem Himmel müssen je vier Vereinsmitglieder beweisen, wie gut sie NRW kennen.
Mittwoch im WDR
An diesem Mittwoch, 21. August, versuchen sich vier Vereinsmitglieder der „Clownsvisite“ aus Wetter darin, der Reihe nach vier Fragen unter Zeitdruck zu beantworten. Sie treten gegen den Bob- und Schlittensportclub Sauerland aus Winterberg an.
Im WDR-Sommerquiz geht es um Fragen wie: Wie kommt eine „fliegende Strandmatte“ in den Biergarten? Ist Pool-Fußball eine anerkannte Sommer-Sportart? Ein Verein legt vor; der gegnerische Verein muss die Zeit dann mit ebenfalls vier richtigen Antworten unterbieten. Der Duisburger Comedy-Newcomer Markus Krebs steht als „Wirt“ an der Theke im Kölner Eltzhof, wo das Quiz aufgezeichnet wurde
Jürgen Theobald und Steffen Gerber
Clowns aus Wetter machen Späße und kämpfen im Quiz - Nachrichten aus Wetter und Herdecke | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-wetter-und-herdecke/clowns-aus-wetter-machen-spaesse-und-kaempfen-im-quiz-id8335389.html