Konzept
Clownsvisite e.V. - Ziele:
Clownsvisite e.V. wurde am 9.12.02 gegründet. Er hat zum Ziel die Förderung der Arbeit mit schwer- und chronischkranken Kindern und Jugendlichen (z.B.: Onkologie; KMT; Dialyse; Intensivstation; herzkranke Kinder; etc). Die Arbeit erfolgt durch 12 Schauspieler, die als Klinikclowns in 11 Krankenhäusern im Großraum Ruhrgebiet arbeiten.
Je 2 Clowns besuchen kontinuierlich einmal in der Woche
eine Klinik.
Clownsvisite arbeitet auf Spendenbasis. ↑
Hintergrund:
Die
Kinder auf den Stationen sind psychisch sehr belastet. Eine Ablenkung und
Impulse, die den oft als negativ empfundenen Klinikalltag (zwischen Langeweile
und Schmerzen, bzw. Ängsten) durchbrechen, werden immer als positiv
empfunden. Dies kann aber von den Schwestern aufgrund von Zeitmangel oft
nicht geleistet werden.
Die Kinder lernen, aus der Sicht der Clowns, dass
man Dinge auch anders sehen kann; die Kunst der Clownerie eröffnet eine weitere Ebene und
Möglichkeit mit Phantasie als Ausdrucksmittel die Realität zu
verarbeiten, neu zu bewerten und somit besser bewältigen zu können.
Dies schließt die Eltern mit ein. Auch deren psychische Belastung
kann so vermindert werden.
Arbeitsweise
Ein Clownspaar (Mann & Frau) arbeitet jeweils zusammen. Dies garantiert,
dass es Identifikationsfiguren für Mädchen und Jungen gibt und
dass eine gegenseitige Rückmeldung über Spiel- und Verhaltensweise
durch den Kollegen möglich ist.
Für jede Station wird eine Übergabe gemacht, bei der eine Schwester
den Clowns Informationen über die Kinder gibt (Name, Alter, Krankheit,
Gemütszustand und was hygienisch eventuell zu berücksichtigen
ist). ↑
Dann gehen die Clowns in die Zimmer. Sie haben keinen vorgefaßten Plan, sondern lassen sich offen inspirieren durch die Reaktionen der Kinder (und auch der Eltern). Auf diese gehen sie ein und spiegeln sie als Clowns.
Dabei ist es sehr schön, wenn Spaß und Lachen
entsteht. Aber es kann auch einfach eine Geschichte erzählt werden
oder Musik gemacht werden, etc. D.h. es ist nicht zwingend, dass es lustig
ist, sondern Vorgabe ist es, mit den Kindern zu kommunizieren und ihnen
verschiedene Möglichkeiten für Reaktionen anzubieten.
Beide Clowns haben auch ein paar Requisiten dabei, so dass sie auch Spiele
initiieren können. Das geht vom Ballonkneten über eine Spielorgel
oder Flöte bis hin zur Spritze, die zweckentfremdet wird oder auch
als Spritze zum Nachspielen einer OP dient.
Mit den Kindern, die länger auf den Stationen liegen, entwickeln sich intensive Kontakte und Spiele, die sich oft über Wochen hinziehen und gern weitergespielt werden.
Abschließend findet immer ein kurzes Feedback der
beiden Kollegen statt und alle 2 Monate geht ein Coach mit in die Klinik
und gibt Hilfestellungen, Rückmeldungen und Korrekturhilfe für
das Spiel und für den Kontakt.
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Struktur des Vereins
Bereiche:
- Akquise
- Animation und Aufführungen bei Wohltätigkeitsveranstaltungen
- Coaching und Supervision
- Clownsarbeit in den Kliniken
- Bundesweite Vernetzung der Klinikclownbewegung
- Organisation und Verwaltung
- Finanzen/ Buchführung
- Presse und Öffentlichkeitsarbeit
- Mitgliederwerbung/betreuung