Clowns für Kinder
„Dürfen wir reinkommen?“ nur nach Aufforderung durch die Kinder treten die Clowns in das Zimmer. Kunterbunt, mal leise und sanft – mal laut und lustig bringen sie Spaß und Lachen ans Krankenbett.
Kinder im Krankenhaus sind oft psychisch sehr belastet. Den Klinikalltag zwischen Langeweile, Schmerzen oder auch Ängsten durchbrechen unsere Klinikclowns mit Ablenkung, Anregungen und aufheiternden Impulsen. Das Kinderlachen hat heilende Wirkung: für die Seele, den Körper und auch für die Eltern.
Die Kinder lernen aus der Sicht des Clowns dass man Dinge auch anders sehen kann: Die Kunst der Clownerie eröffnet ihnen die Möglichkeit, mit Fantasie als Ausdrucksmittel die Realität anders und neu zu betrachten, sie zu verarbeiten und somit besser bewältigen zu können. Auch das schließt die Eltern mit ein und vermindert ihre psychische Belastung.
So arbeiten die Clowns
Ein Clownspaar, möglichst Mann und Frau arbeitet zusammen. So gibt es Identifikationsfiguren für Mädchen und Jungen. Vor jedem Einsatz gibt es eine Übergabe, d.h. eine Schwester/ein Pfleger informiert die Clowns über die Kinder nennt Name, Alter, Krankheit, Gemütszustand und was hygienisch eventuell zu berücksichtigen ist.
Anschließend gehen die Clowns in die Zimmer, wo sie ohne einen vorgefassten Plan zu verfolgen sich inspirieren lassen durch die Reaktion der Kinder – und auch der Eltern. Darauf eingehend spiegeln sie als Clowns die Situation z.B. durch Übertreibung oder fantasievolle, auch märchenhafte Aktionen und schaffen damit einen Raum für Lachen und Heiterkeit.
Es ist nicht zwingend, dass es lustig wird. Auch einfach eine Geschichte zu erzählen oder Musik zu machen bietet den Kindern Möglichkeiten für eigene Ideen und Fantasie.
Die Clowns haben Requisiten dabei, mit denen sie Spiele initiieren können. Das reicht vom Luftballon über eine Spielorgel oder Flöte bis hin zur übergroßen Spritze, die zweckentfremdet wird oder zum Nachspielen einer Operation dienen kann.
Mit den Kindern, die länger auf den Stationen liegen, entwickeln sich intensive Kontakte und Spiele, die sich oft über Wochen hinziehen und gern weitergespielt werden.
Abschließend findet immer ein kurzes Feedback der beiden Kollegen statt und alle 2 Monate geht ein Coach mit in die Klinik und gibt Hilfestellungen, Rückmeldungen und Korrekturhilfe für das Spiel und für den Kontakt.

